Der Begriff Emergografie leitet sich von Emergenz ab: dem Entstehen von etwas Neuem, das sich aus seinen einzelnen Voraussetzungen nicht vollständig vorhersagen lässt.
Ausgangspunkt meiner Emergografien sind Objekte und Situationen, die mir in der Wirklichkeit begegnen.
Emergografien
Dabei kann etwas entstehen, das eine eigene Identität entwickelt.
Häufig sind es alltägliche oder unscheinbare Dinge, deren Form, Struktur oder Farbe meine Aufmerksamkeit weckt.
Durch Perspektive, Ausschnitt und die technischen Möglichkeiten der Kamera verändere ich die Bedingungen des Sehens.
Gerade darin liegt für mich der besondere Reiz der Emergografie:
Ich kann die Voraussetzungen schaffen, genau hinsehen und auf das reagieren, was sich zeigt – aber ich kann nicht vollständig bestimmen, was daraus hervorgehen wird.
Der Ausgangsgegenstand kann erkennbar bleiben, doch das entstandene Bild ist weder im Gegenstand allein bereits vorhanden noch habe ich es mir vorher ausgedacht.
Das Foto entsteht im Zusammenspiel meiner Wahrnehmung mit dem Vorgefundenen und der Kamera.
So kann aus vertraut erscheinenden Dingen ein Bild entstehen, das über seinen Ursprung hinausweist.
Es wird zu etwas Eigenständigem, das manchmal auch rätselhaft bleiben darf.
In ihrer Gesamtheit bilden meine Emergografien eine
„Fotografische Wunderkammer“.
Was die Bilder verbindet, ist nicht ihr Motiv, sondern mein Bild gewordenes Staunen über die Vielschichtigkeit der Welt.























